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Wasserhaushalt - Entwässernde Behandlung

Hohe Hämatokritwerte können die Durchblutung beeinträchtigen. Andererseits ermöglicht die gezielte Hämatokritsenkung mittlerweile bewährte therapeutische Ansatzpunkte in der Therapie schwerster Durchblutungsstörungen. Gerade bei Verwendung von schnellwirksamen Entwässerungsmedikamenten kann es durch die rasche Flüssigkeitsabnahme des Blutvolumens zu Hämatokritanstiegen kommen, die die Fließfähigkeit des Blutes beeinträchtigen. Ist eine Behandlung notwendig, so muß diese unter Überwachung des Hämatokrits erfolgen und eventuell mit einer Blutverdünnungsbehandlung (isovolämische Hämodilutionsbehandlung) gegengesteuert werden, wenn der Hämatokrit über 45 % steigt. Eine zusätzliche Heparinprophylaxe zur Verhinderung von Komplikationen am Venensystem ist auch vorzunehmen.

Auch bei Flüssigkeitsverlust aus anderen Gründen - fieberhafte Infekte, Antibiotikagabe, Durchfallerkrankungen - sind Verschlechterungen von Verschlußkrankheiten zu befürchten. Insbesondere ältere Patienten scheinen gefährdet, da ihr Durstempfinden auf ein Drittel gegenüber dem Gesunden vermindert ist. Vorsorglich empfiehlt sich dann die Steigerung der Trinkmenge auf 2 - 3l/d.

 

 

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Stand: 08. Juni 2000