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Druckverband - Kompressionsbehandlung

Basisbehandlung ist bei allen Thrombosen der richtig angelegte Kompressionsverband. Damit soll in den verbliebenen intakten Venen die Blutströmungsgeschwindigkeit erhöht werden, um einer Thromboseausbreitung vorzubeugen. Durch Entstauung und Verminderung des Gewebedruckes werden Umgehungsvenen wieder eröffnet, die durch den erhöhten Gewebedruck in sich "zusammengefallen" waren.

Kompressions- oder Antiemboliestrümpfe können diesen Zweck selten erfüllen, da sie sich nicht individuell der Beinform anpassen. Somit ist der zur Entstauung notwendige Auflagedruck nicht gewährleistet. Vielmehr besteht die Gefahr, daß es zu weiteren Abflußbehinderungen kommt.

Der Verband muß an den Zehengrundgelenken beginnen, die Ferse einschließen und mit abnehmenden Druck nach oben anzulegen. In der Anfangsphase ist wenig elastisches Bindenmaterial ratsam. Erst nach erfolgter kompletter Entstauung kann bei intakter Haut ein Pflasterverband in Kornährenform oder ein Zinkleimverband angelegt werden, den man bis zur endgültigen Versorgung mit medizinischen Kompressionsstrümpfen (Kompressionsklasse II oder III) belassen kann. Neben der Kompression trägt auch die Lagerung der betroffenen Gliedmaße zur venösen Flussverbesserung und Entstauung bei.

 

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Stand: 19. Januar 2000