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Behandlung Raynaud-Syndrom

Es ist keine Behandlung erforderlich, Wenn die Anfälle beim Raynaud-Syndrom selten auftreten und von kurzer Dauer sind. Kälteschutz und Vermeidung von Nässe sind die Allgemeinmassnahmen als Basis zur Verhütung der Raynaud-Anfälle. Autogenes Training, Biofeedback und die Verminderung chronischer Konflikte wirken sich positiv auf die Anfallshäufigkeit aus, das Ergebnis einer Akupunkturbehandlung kann ebenfalls positive Effekte haben.

Medikamentöse Auslöser wie ergotaminhaltige Medikamente und ß-Blocker sollten nicht eingenommen werden, Umschululungen in Abhängigkeit des Berufes sind eventuell hilfreich.
Rauchen verbessert die Fingerdurchblutung sicher nicht, also weg damit! Senkung der Spasmenbereitschaft durch Verminderung der Gefäss-Spannung erreicht man mit Kalziumantagonisten und Nitrosalbe, eine Gefässerweiterung der kleinen Gefässe durch alpha-Rezeptoren-Blockade oder Hemmung der Angiotensin-II-Bildung (Prazosin, Phenoxybenzamin, Captopril)

Vasoaktive (gefässaktive) Substanzen zeigen bislang keine ausreichenden Effekte einer wirksamen Unterdrückung von Raynaud-Anfällen

Eine blutdrucksteigernde Behandlung kann bei niedrigem Ausgangsblutdruck sinnvoll sein, sportliche Aktivität steigert übrigens auch den Blutdruck, häufiger treiben Patienten mit einem Raynaud-Syndrom keinerlei Sport!

Weitere Massnahmen zur Verbesserung der Fließeigenschaften des Blutes (Plasmapherese, Hämodilution, Fibrinogensenkung) oder Gefässweitstellung durch Antagonismus von Mediatoren einer Gefässengstellung und Verklumpung der Blutplättchen (Prostaglandine, Thromboxansynthesehemmer, Serotonininhibition) sind nur bei häufigen Anfällen mit Schmerzen sinnvoll, wenn gleichzeitig Fingerarterien verschlossen sind.

An operativen Verfahren ist eine Nervendurchtrennung bzw Nervenausschaltung mit Medikamenten (Sympathektomie durch Operation oder  CT-gesteuert) sehr selten bei Raynaud-Syndrom mit Grundkrankheit zu diskutieren.

 

 

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Stand: 08. März 2000