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Postthrombotisches Syndrom - wie findet man die Diagnose?
Die Diagnose des postthrombotischen Syndroms ergibt sich meist aus der Krankenvorgeschichte mit Angabe einer vorausgegangenen Thrombose. Eine bleibende Schwellungsneigung nach einer Verletzung oder Operation ist ebenfalls ein Hinweis. Der Schweregrad eines postthrombotischen Syndroms lässt sich nur aufgrund von Untersuchungen beurteilen.

Dopplersonographische Untersuchungen geben Aufschluss über die Flussphänomene im Venensystem. Die Lichtreflexionsrheographie und Venenverschlußplethysmographie geben Hinweise auf funktionelle Störungen des Venensystems. Sie sind vor allem für Verlaufsbeobachtungen geeignet. Die Venendruckmessung (Phlebodynanometrie) gibt die Druckverhältnisse im Venensystem in Ruhe und unter Belastung wieder. Sie ist speziellen Fragestellungen vorbehalten und sollte nicht "routinemäßig" durchgeführt werden.

Duplexsonographische Untersuchungen - vor allem auch farbcodiert - eignen sich zur Darstellung von  Rückflussphänomenen in den tiefen Venen, sowie zur Beurteilung des Aussehens der Venenwand und der Venenklappen.

Zur umfassenden Beurteilung des Aussehens der Venen ist die Venendarstellung mit Kontrastmittel (Phlebographie) evt. kombiniert mit der Darstellung der Beckenvenen und der unteren Hohlvene (V. cava) erforderlich. Eine phlebographische Darstellung des Aussehens der Venen sollte zumindest einmal nach abgelaufener Thrombose durchgeführt werden. Der günstigste Zeitpunkt hierfür ist ½ bis 1 Jahr nach abgelaufener Thrombose, da in diesem Zeitraum Wiedereröffnung (Rekanalisation) und Umgehungskreisläufe (Kollateralisation) in der Regel ihr endgültiges Ausmaß erreicht haben. Phlebographische Kontrolluntersuchungen bei gleichbleibenden Beschwerden sind nicht sinnvoll. Hier genügen die anderen Untersuchungen zur Erfassung der Venenfunktion. Bei Änderung der Beschwerden mit Verdacht auf Re-Thrombose ist häufiger auch eine erneute Phlebographie erforderlich, da hier die Aussagekraft, vor allem im Vergleich mit früheren Röntgenbilder, deutlich größer ist als bei einer Ultraschalluntersuchung, allerdings werden die Ultraschalltechniken immer besser und aussagefähiger.

 

 

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Stand: 05. August 2000