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Postthrombotisches Syndrom (Zustand nach Thrombose) einschließlich Ulcus
cruris
Als postthrombotisches Syndrom bezeichnet man eine Reihe von Symptomen, die nach einer
Thrombose der tiefen Bein- und Beckenvenen bestehen bleiben oder sich im Laufe der Zeit
entwickeln. Es wird durch Abflußbehinderungen im Bereich der thrombotisch geschädigten
Venenabschnitte und / oder durch Schwäche des Klappenapparates hervorgerufen. Aufgabe der
Venenklappen ist es, den Fluß des venösen Blutes herzwärts zu lenken. Eine Dysfunktion
dieser Ventile führt zu erheblichen Störungen des Blutkreislaufes (chronisch venöse
Insuffizienz). Klinische Bilder, wie das postthrombotische Syndrom und Ulcus cruris
venosum, sind die Folge. Diese Krankheitsbilder sind vielgestaltig und reichen von der
diskreten Schwellungsneigung bis zu schwersten Ernährungstörungen des Gewebes mit
Stauungen und - unter Umständen zirkulären - Ulzerationen (offene Stellen) am
Unterschenkel. Daraus ergeben sich dann häufig einschneidende berufliche und soziale
Probleme. Es wird geschätzt, daß ca. 5% der Bevölkerung an einem postthrombotischen
Syndrom leiden. Die Betroffenen werden durchschnittlich 8 Jahre früher berentet und sind
2 Monate pro Jahr arbeitsunfähig. In ca. 6-8% der Fälle mit einem postthrombotischen
Syndrom tritt ein Ulkus cruris (offenes Bein) auf. Bei ca. 1 Million Bundesbürgern
besteht ein venöses Ulkus, das in einem erheblichen Teil auf ein postthrombotisches
Syndrom zurückzuführen ist.
Im Krankheitsverlauf kann man die ersten 4 Wochen dem Krankheitsbild der akuten Thrombose
zuordnen. Das postthrombotische Spätsyndrom evtl. mit Dekompensation der
Umgehungskreisläufe ist in seiner Entwicklung durch eine lange Periode ohne Beschwerden
geprägt.
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