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Infektionen
Infektionen im Bereich des Fußes und der Zehen sind in allen Stadien der arteriellen
Verschlußkrankheit als äußerst ernste Zustände anzusehen und dementsprechend
konsequent zu behandeln.
Liegen bakterielle Infektionen vor, sollten Wundabstriche angefertigt werden, um eine an
den Erreger angepaßte Behandlung zu ermöglichen. Zwischenzeitlich kann mit einem
Breitbandantibiotikum die Therapie eingeleitet werden. Besteht Sekretverhalt, so müssen
Eitertaschen geöffnet und drainiert werden. Wundränder oder Nekrosegrenzgebiete können
vorsichtig angefrischt werden. Insgesamt muß die Lokalbehandlung dem Erfahrenen
vorbehalten bleiben. Zusätzliche Fußbäder mit milden, lauwarmen
Kaliumpermanganatlösungen können je nach Ausprägung der Infektion in 1 - 2tägigen
Abschnitten sinnvoll sein. Nach einer Badezeit von etwa 10 Minuten muß der Fuß
trockengefönt (Raumtemperatur) werden. Feuchte Stellen zwischen den Zehen sind
trockenzutupfen. Pilzinfektionen müssen konsequent und lange genug mit milden
Antimykotika behandelt werden. Ein Frottieren des Fußes ist absolut zu vermeiden, da die
bei Durchblutungsstörungen dünne und sehr verletzbare Haut leicht einreißt und weitere
Infektionsherde entstehen können. Nach sterilem Abdecken der Infektionsstelle ist zum
Schutz vor weiteren Verletzungen und zur Stabilisierung der Temperatur der Gliedmaßen ein
Wattestiefel bis zum Unterschenkel anzulegen. Ein weitgehendes Ruhigstellen mit Tieflagern
der Extremitäten sollte unbedingt angestrebt werden. |
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