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Blutfluss und Druckreserve
Die Zusammenhänge zwischen Druckreserve und Flussgeschwindigkeiten sind nicht nur Grundlage des Krankheitsverständnisses selbst; sondern stellen auch das sogenannte Gefäßtraining als zentrale konservative Therapieform auf eine vernünftige Basis: Durch regelmäßige Aktivierung der betroffenen Muskelgruppen (z. B. Zehenstandsübungen bei Verschluss der Oberschenkelarterien zur Aktivierung der Unterschenkelmuskulatur) kommt es über die Erweiterung der Widerstandsgefäße zu einer Strömungszunahme in der Beinstrombahn und vor allem zur Steigerung der Blutstromgeschwindigkeit in den Umgehungsgefäßen.
Es muss als eine bedeutsame Erkenntnis gelten, dass nicht der Druck oder andere Faktoren, sondern die mittlere Stromgeschwindigkeit den Reiz zur Größenzunahme eines Blutgefässes darstellt und somit auch die Weite der Umgehungsgefäße durch Erhöhung der Stromgeschwindigkeit zunimmt.
Im Alltag beschränkt man sich auf die submaximale Muskelbelastung (Muskelarbeit ohne Erreichen der Schmerzgrenze). Die schmerzhafte Mangeldurchblutung unter Belastung wird somit vermieden. Das Intervalltraining für die Musleln besteht darin, programmiert und individuell dosiert die noch positive Druckreserve anzuzapfen, ohne diese jedoch auszuschöpfen.

 

 

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Stand: 30. Juli 2000