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Venenverschlußplethysmographie? - Kann man ja kaum aussprechen!
Dieses Verfahren wird seltener als andere eingesetzt, obwohl es zur Erfassung der Venenfunktion ganz ausgezeichnet geeignet ist. Zwei unterschiedliche Venenfunktionen, nämlich die Venenspeicherfähigkeit und der Blutrücktransport, können mit dieser Methode beurteilt. Wird eine kurzfristige venöse Stauung durchgeführt, so flacht nach einigen Minuten der Volumeneinstrom in das Bein ab, "es passt kein Blut mehr hinein". Der Volumenanstieg zum Ausgangswert vor der Stauung wird als Venenkapazität bezeichnet. Bei plötzlicher Freigabe des venösen Abstroms fällt die Volumenkurve wieder ab.da das Blut rasch herausströmt. Sind die tiefen Venen durchgängig, so ist der venöse Abstrom in den ersten Sekunden hoch. Bei Verlegungen des Venensystems durch Thrombosen ist der Abstrom und die Speicherfähigkeit vermindert.

Die akute vollständige Thrombose der Becken- und Oberschenkelvenen zeigt neben einer deutlich verringerten Venenkapazität immer auch eine ausgeprägte Abstrombehinderung. Kniekehlenvenenthrombosen und Thrombosen von zwei und drei Unterschenkelvenengruppen sind auch noch durch durch charakteristische Veränderungen gekennzeichnet. Thrombosen einzelner Unterschenkelvenen machen kaum Veränderungen und können nicht sicher erkannt werden. Ebenso sind Abflussbehinderungen durch Kompression von außen oder wandständige Thrombosen nur dann zu erfassen, wenn sie eine venöse Widerstandserhöhung verursachen und damit den venösen Blutabstrom behindern. Von manchem Patienten wird das Anlegen des Oberschenkelstaudrucks mit 80 mmHg wegen erheblicher schlecht toleriert. Es empfiehlt sich dann, den Manschettendruck auf 60 mmHg an beiden Beinen zu begrenzen.

 

 

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Stand: 22. Juli 2000