|
Verödungsbehandlung
- Sklerosierung von oberflächlichen Venen
Durch die Behandlung wird der Verschluß erweiterter Venen angestrebt, dies geschieht
durch das Einspritzen eines Verödungsmittels in die erweiterte Vene oder Krampfader. Es
werden die Venenwände gereizt. Durch anschließende Kompression der Krampfadern werden
die gereizten Venenwände aufeinander gedrückt und vernarben in dieser Stellung
miteinander. Die Krampfader wird also praktisch verlötet und damit verschlossen.
Dies kann aber nur geschehen, wenn ein ausreichender Druck auf die Krampfader erfolgt. Aus
diesem Grund muß nach Verödungsbehandlung ein gut sitzender Kompressionsstrumpf oder ein
Kompressionsverband getragen werden. Das Blut fließt ungehindert über die inneren Venen
ab, deren Funktion vorher überprüft werden muß.
Wie geht die Behandlung ?
Eine Verödungssitzung dauert nur wenige Minuten, es werden in einer Sitzung meist mehrere
Krampfadern punktiert. Die Punktion erfolgt mit einer dünnen Kanüle ähnlich einer
Blutentnahme. Die verabreichbare Menge des Verödungsmittels je Sitzung ist begrenzt, so
daß die Dauer der Verödungsbehandlung von der Anzahl und Ausdehnung der Krampfadern
abhängig ist. Wichtig ist, daß die verursachende Krampfader mitbehandelt wird, so daß
ein möglichst lange anhaltendes, gutes Ergebnis erzielt werden kann. Neue Verdünnungen
und mit Luft oder CO² aufgeschäumtes Sklerosierungsmittel stellen neue Entwicklungen
inder Behandlung dar, die noch bessere Ergebnisse bei Schonung der Gefäßumgebung und der
Hautoberfläche erhoffen lassen.
Wenn Sie Kompressionsstrümpfe tragen, wird das
Bein nach der Verödungssitzung mit einem Klebeverband über den verödeteten Stellen
versorgt. Der angelegte Verband ist bis zum nächsten Abend dauerhaft zu tragen. Danach
ist nachts im Liegen die Kompression bis zur nächsten Verödung nicht notwendig.
Die Kompressionsbehandlung sollte bis mindestens 2 Wochen nach der letzten
Verödungsbehandlung erfolgen. In der Regel ist das medizinische und kosmetische Ergebnis
um so besser, je besser die Kompression ist.
Die Arbeitsfähigkeit bleibt während der gesamten Verödungsbehandlung erhalten, normale
Belastungen sind möglich.
Eine neue Entwicklung in der Sklerosierung ist die sog. Echosklerosierung, bei der das
Sklerosierungsmittel unter "Sicht" mit Ultraschallkontrolle genau an die Stellen
im Gefäß gegeben werden kann, wo das Sklerosierungsmittel die größte Wirkung entfalten
soll. So kann auch im Bereich von Perforansvenen mit größerer Sicherheit eine
vollständige Sklerosierung erreicht werden. |